Jun
04
2015

Dokomi 2015, nano-Konzert

Seit Längerem mal wieder ein Erlebnisbericht zu einer Convention, und zum ersten Mal über die Dokomi. Wie die diesjährige Ausgabe aus meiner/unserer Sicht war, möchte ich hier gerne verewigen. Btw: Für einmal habe ich mal mehr als ein Programmpunkt einer Convention besucht!? :p Aber den Anfang macht das nano-Konzert, welches einen Tag vor der Dokomi stattfand und durch deren Crowdfunding enstand.

Ich hole etwas aus, da ja kurz vor der Dokomi zum 120-tausendmillionsten Mal ein Bahnstreik stattfand. Guess what? Ich war davon betroffen. Wem mein anstrengendes Abenteuer nicht interessiert, einfach zum nächsten Abschnitt springen.
Jedenfalls hätte meine gebuchte Reise in Basel anfangen sollen und via Köln Hbf nach Düsseldorf Hbf verlaufen sollen. Geplanter Ankunft: 17.31 Uhr. Im ICE von Zürich nach Basel (ich kam direkt von der Uni) wurde angekündigt, dass mein ICE 106 ausfallen würde. Ich sollte im Zug bleiben (dieser fuhr nach Hamburg weiter) und im deutschen Bahnhof Basel Badischer Bahnhof, der nur wenige Kilometer vom schweizerischen Bahnhof Basel SBB entfernt ist, in meinen ursprünglichen ICE 106 einsteigen. Das klang zwar merkwürdig, aber ich befolgte mal diese Anweisung des Schweizer Zugführers. Es ist möglich, dass der deutsche Zugführer beim Halt in Basel etwas anderes erzählt hat, das ich aber nicht mitbekommen habe, weil ich zu dieser Zeit nicht im Zug war. Jedenfalls war der ICE ab Basel Badischer Bahnhof natürlich nicht da, weil er gänzlich ausfiel. Ich hätte eine Stunde später einen Schweizer EuroCity direkt nach Düsseldorf Hbf nehmen können, der braucht aber eine Stunde länger als der ICE mit einmal umsteigen in Mannheim, welcher fast zeitgleich abfuhr.
Um mir die Zeit zu vertreiben fuhr ich zum Schweizer Bahnhof zurück und nahm dort den nächsten ICE Richtung Mannheim. Das funktionierte mehr oder weniger einwandfrei, der Zug war natürlich übervoll, weil viele andere ausfielen. In Mannheim fing dann meine Odyssee an. Mein geplanter Anschlusszug war so voll (über 150% des Eigengewichts), dass er nicht abfahren konnte. Leute, die aussteigen würden, wurde ein 25-Euro-Gutschein angeboten. Nach rund 20 Minuten Rumstehen und zweimaliger Gutscheinwerbung, stieg ich halt aus. Tja, krasser Fehlentscheid gewesen. 10 Sekunden später gingen die Türen zu und der Zug fuhr ab… DUH, BITCHES, EY!
Wie auch immer, halt den nächsten ICE nehmen und in Frankfurt am Main umsteigen, weil dieser nicht nach Düsseldorf fuhr. Aber dieser ICE war noch voller als der vorherige, dass viele Leute gar nicht einsteigen konnten, mich eingeschlossen (aber der Zug konnte trotzdem problemlos abfahren). In der Zwischenzeit hätte ich den anfangs erwähnten Schweizer EuroCity nehmen können, der glaube ich pünktlich um halb 8 in Mannheim ankam und nicht so voll war. Aber ich spekulierte darauf, dass mich die supertollen ICEs schneller nach Düsseldorf bringen würden. Nayo, bin ich halt meinen megawertvollen 25-Euro-Gutschein abholen und hab den nächsten ICE in Richtung Düsseldorf genommen, 15 Minuten auf freien Schalter und noch mal 50 Minuten auf den Zug warten. Ich stieg also in den ICE um 18.36 ein, der ca. 10 Minuten Verspätung hatte und auch voll war, aber nicht übervoll. Am Bahnhof wurde noch verkündet, nur Passagiere mit Reservierung dürfen den Zug besteigen, daran hat sich aber niemand gehalten. Ich war also endlich im Zug, der mich nach Düsseldorf bringen würde. Nur blöd, dass ich immer noch in Mannheim war, und von dort hat auch der ICE fast zwei Stunden bis Düsseldorf. Um 20.45 bin ich dann tatsächlich in Düsseldorf angekommen, also über drei Stunden später, als geplant. Normalerweise nicht weiter schlimm, aber ich wollte noch zum nano-Konzert, das um 20 Uhr angefangen hatte und noch bis 21.30 Uhr dauerte. Um kurz vor 21.30 Uhr kam ich dann auch im Messezentrum an und konnte immerhin noch das allerletzte Lied miterleben… Yay~…

nano-Handshakeevent

Wenn ich das Erlebnis des letzten Liedes auf den Rest des Konzertes hochrechne, müsste das Konzert megagigahypersuperultrakewl gewesen sein! UND ICH HAB ALLES VERPASST! Elende GDL, da bin ich nicht mal fünfmal im Jahr in Deutschland, und es traf mich schon zum zweiten Mal innerhalb von sechs Monaten.
Nach dem Konzert konnte ich dank meiner grosszügigen Spende bei der Ticketbestellung noch ein kewles nano-T-Shirt abholen und zum Handeshakeevent gehen. Kurzerhand für läppische 30 Euro das neuste nano-Album gekauft und mittels Chefassistentenhelferin (oder irgendsowas) zum Handshakeevent gelotst worden. Die Warteschlange wurde kurz nach meiner Ankunft geschlossen, ich war irgendwie drittletzter von 150-200 Leuten oder so. Der Event war für eine Stunde geplant, es musste also zügig vorangehen, was aber nicht wirklich der Fall war. Während des Wartens hat mich aber der Asiate vor mir angesprochen, weil er mein ultraawesome Rucksack gesehen hat, der mit Animebadges vollgepflastert ist, u.a. ein riesengrosser (ca. 8cm Radius) LoveLive-Badge. Und eben dieser Badge ist dem Asiaten namens Sam aufgefallen. Es stellte sich heraus, dass er aus Malaysia stammt und in Deutschland Maschinenbau studiert, mit 17 Jahren…!!?? Ich und andere unterhielten uns mit ihm also auf Englisch. Er ist nicht nur ein typischer Asian Genius, er kann auch ganz passabel zeichnen, Cosplays nähen und bauen sowie fünf verschiedene Waffenkampfkünste, darunter Fechten und Kendo… Mit langen stockähnlichen Gegenständen kann er so gut wie jeden auseinandernehmen, im waffenlosen Kampf ist er aber eine Niete und sogar tollpatschig.
Anyway, nach etwa einer Stunde Wartezeit war dann auch ich endlich vorne bei der nano. Sie ist hübsch wie eh und je, wobei ich ihr vor Aufregung kaum in die Augen geschaut habe… Glücklicherweise hab ich mir vor Antritt meiner Abenteuerreise ein erlesenes Beutelchen Schweizer Schokolade besorgt, das ich der nano feierlich überreichen durfte. Ich wollte schon fast weggehen, da hat sie mir noch ihre zarten, wohlig warmen und weichen Hände entgegengestreckt. Ich hatte voll vergessen, dass das ja ein Handshakeevent war. Ihr persönlicher Fotograf hielt jeden Handshake fest. Wäre ich im Besitze eines VIP-Tickets gewesen, hätte ich auch mit einer eigenen Kamera ein Foto machen lassen können. Obwohl ich das Konzert verpasst habe, hat sich mein verspätetes Erscheinen dank des Handshakeevents trotzdem gelohnt. nano gab während der Dokomi zwar auch Signierstunden, aber halt ohne Handshake!

Autor: Fruechtechorb in: | Erstellungszeit: 22:11 Uhr | Kategorien: Cons, Frolumne, Review | |

Keine Kommentare »

RSS feed for comments on this post. TrackBack URL


Leave a Reply

Design: TheBuckmaker.com WordPress Themes