Jun
04
2015

Dokomi 2015, Samstag

Dokomi 2015

Für einmal brach unsere Truppe für eine Convention ganz früh auf, um die ersten Programmpunkte zu besuchen. Unser Frühstück bestand aus Melonpan, Schokohörnchen & Co. von der japanischen Bäckerei Bakery My Heart. Die haben auch Yakisoba-Brötchen oder sonstige belegte Brötchen, z.B. mit japanischem Gemüse und so. Beri derishasu~ Ursprünglich wollten wir zur Bakery Taka, aber um kurz nach 9 Uhr war die schon fast gänzlich ausverkauft.

Mit Bus direkt zum CCD, war die Warteschlange vor den Toren meeeeegggggaaaaalaaaannnnnggg~ Es gab dabei zwei Schlangen: Eine für Ticketbesitzer, wofür die andere war, weiss ich gar nicht. Möglicherweise für Leute ohne Ticket, obwohl die Dokomi schon vor Beginn ausverkauft war. Jedenfalls dauerte es ca. 10 Minuten, bis die mehrere Hundert Meter vor uns abgearbeitet waren und wir reinkonnten. Nach kurzem Abchecken einiger Händlerstände, trennte sich unsere Truppe vorerst. Unser Dex ging zur Eröffnungsveranstaltung (mehr dazu in seinem Burogu), ich ging zum ersten Mal in einen Workshop. Dieser handelte um Schnittkonstruktionen. Dessen Beschrieb im Conbuch lautete:

Das Erstellen verschiedener Grundschnitte von Rock, Hose, Oberteil und deren Änderungen, einen vorhandenen Schnitt abändern und was zu beachten ist.

Was folgte war eine zweistündige Powerpointpräsentation à la: So sieht dieses Schnittmuster aus. Das, das und das macht man so, achtet dabei auf das, das und das. Nächstes Muster usw. Ich bin nach der ersten Stunde während der Pause gegangen. Es folgte eine etwas ausführlichere Begutachtung der Händlerräume, dabei bin ich auch kurz zum Stand von Amazing Japan. Die haben gemeinsam mit der Dokomi und Figuya die vier internationalen Cosplayer Reika, Chamomile, Liui Aquino und Misa zur Dokomi gebracht. Um zu deren Autogrammstunden zugelassen zu werden, musste man aber offizielle Produkte kaufen, die es nur beim Stand von Amazing Japan gab. Darunter waren u.a. Poster, Fotobücher und Postkarten. Aber wie ich das mitbekommen habe, konnte man nicht einfach eine kleine Postkarte für 3 Euro kaufen und damit ein Autogramm holen, man musste schon etwas grösseres erwerben. Die Poster für 10 Euro waren glaube ich das günstigste „Autogrammticket“. Das Poster von Misa gefiel mir nicht so, das von Chamomile aber schon, aber war leider ausverkauft. Misas Fotobuch war mir mit 25 Euro zu teuer, zumal ihre Fotos übermässig mit Photoshop bearbeitet wurden. Dafür muss man kein Photoshopexperte sein, um das erkennen zu können. Ich hab mir dann spontan ein Fotoboch von Reika für 15 Euro gekauft.
Kurz darauf begaben wir uns in Richtung Bühnenraum, wo bald der Euro Cosplay Contest beginnen sollte. Wir konnten noch die letzten paar Minuten der Showgruppe Serenata miterleben, welche für eine Laiengruppe gar nicht mal so schlecht waren. Der anschliessende Cosplaywettbewerb diente dazu, die deutsche Vertretung für den europäischen Cosplaywettbewerb in London zu küren. Die Vorführungen waren meistens in der Kategorie Comedy und waren teilweise wirklich sehr kreativ und gut umgesetzt. Mir persönlich gefiel das Yu-Gi-Oh!-Duo am besten. Leider gibt es dazu keine Videos.
Nach dem Cosplaywettbewerb fand der Dance Off Contest statt, den wir auch anschauen wollten. Hier war u.a. auch der Cosplayehrengast Misa aus Taiwan in der Jury. Und wie erwartet sieht sie im realen Leben total anders aus als in ihren Cosplayfotos. Immer noch hübsch, aber nicht so wie auf ihren Fotos. Jedenfalls war ich auf das Niveau der Tänze gespannt. Und ich wurde so was von überrascht: Die Tänze waren top notch! Seht selber, unser Dex hat alle Tänze aufgenommen:

Mein persönlicher Favorit ist Tanz Nummer 2, wobei ich 3, 4, 7, 9, 10 und 11 auch sehr gut fand. Dance Off Contest ist von nun an ein Must See auf der Dokomi!
Danach war für uns in Sachen Dokomiprogramm der Tag schon vorbei. Wir verbrachten die nächsten Stunden noch mal mit random Ständeabchecken. Ich hielt stets Ausschau nach den typisch japanischen Knee Socks bzw. Stockings, aber fand nur ganz wenige… Die weibliche Welt trägt einfach zu selten Knee Socks!
Ich nutzte die freie Zeit und ging mit einem Kumpel „unsere“ Sensei Kodama Kozue bei ihrem Stand besuchen. Vor zwei Jahren hatten wir nämlich die Ehre, sie während eines privaten Malkurses kennenlernen zu können! Kurz bevor sie damals von Düsseldorf wieder nach Japan zog, hatten wir sie für einen kurzen Malkurs gebucht. Glücklicherweise erinnerte sie sich noch an uns. Während wir bei ihr waren, kam auch eine japanische Cosplayerin vorbei und machte Selfies mit ihr und so. Habe erst viel später rausgefunden, dass das Chamomile war!?
Wer Kodama Kozue nicht kennt: Auf der Connichi war sie auch schon zweimal. Sie hatte damals am Eingang ein riesiges Gemälde während der Connichi gemalt und man konnte ihr dabei zuschauen. Auf der Dokomi malte sie aber ein kleineres Bild, das aber auch total kewl aussah! Sie malte einen Mecha in ihrem Stil. Eins ihrer Markenzeichen ist, dass sie immer im Kimono malt. Das sieht einfach so awesome aus!

Nachher gingen wir zwei spontan in den Host Club, wo auch der Cosplay Stage war und gerade die Batsu Games liefen. Einige Hosts, Maids und Zuschauer battelten sich in kleinen Spielen, die Verlierer mussten Strafmassnahmen über sich ergehen lassen. Ein Spiel war beispielsweise so viele Marshmallows wie möglich in den Mund zu stecken, und dabei einen vorher bestimmten Slogan noch verständlich aufsagen zu können. (Puffy Bunnies oder irgendsowas war es) Die Siegerin konnte 17 oder 18 Marshmallows in ihr Mund stopfen. Die „Strafspielchen“, so etwa die Übersetzung von Batsu Games, waren echt poese. Einmal mussten die Losers eine Scheibe Zitrone essen, die u.a. mit Marmite bestrichen war. Keine Ahnung, wie genau das schmeckt, aber den Reaktionen und Schilderungen nach zu urteilen einfach nur grässlich! Jedenfalls waren die Batsu Games ganz amüsant anzuschauen. Kann man sich antun, wenn nichts Besseres läuft.
Gleich anschliessend trat auf der Cosplay Stage Cho Loveless auf, eine deutsche Coversängerin. Leider war der Saal nur spärlich gefüllt. Hatte wohl damit zu tun, dass es nicht die Hauptbühne war und gleichzeitig im Bühnensaal Machigerita auftrat. Die Performance von ihr war aber ansehnlich. Sie hat Gesangstalent und gab vollen Einsatz trotz der wenigen Zuschauer.

Nyo, die restliche Zeit waren wir im Park Cosplays begutachten. Unser nächster Fixpunkt war nämlich erst um 22 Uhr das Abendessen in der Tokyo Lounge, einem All-you-can-eat-Restaurant in der Nähe vom Hauptbahnhof. Schicke Location und gutes Essen zu einem fairen Preis. Besonders hervorzuheben: Die haben fixe Mixer! (Cocktails sind schnell zubereitet) Nach dem Essen gingen die meisten direkt schlafen. Sind halt auch nicht mehr die jüngsten. Ich ging aber mit zwei anderen noch etwas in der Hotelbar vom Motel One etwas trinken. War die erstbeste Bar, welche anständig aussah und um 1 Uhr noch offen hatte. Ins japanische Café Relax wäre ich lieber gegangen, aber die schlossen schon um 1 Uhr. Das Motel One war aber auch ganz gut. Sehr modern und suuupppper bequeme Sessel! Preislich auch in Ordnung: Cocktail für 8,90 Euro, einen Martini für läppische 3 Euro. Um 4 Uhr war dann auch für mich Schluss.

Autor: Fruechtechorb in: | Erstellungszeit: 22:13 Uhr | Kategorien: Cons, Frolumne, Review | |

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